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Konzeption

 
Zusammenfassung der Konzeption:


(Die ausfuehrliche Version unserer Konzeption koennen sie in der Kita einsehen.)

Traeger der Kindertageseinrichtung Regenbogen ist die Stadt Wesseling.
Sie wurde im Januar 1997 eroeffnet.
Hier werden 2017/18 14 Kindergarten- und 51 Tagesstaettenkinder im Alter zwischen 2 und 6 Jahren,
aus 17 verschiedenen Nationen gefoerdert, betreut und erzogen.

Die Kindertageseinrichtung ist auch Ausbildungsstaette fuer
- Erzieherinnen / Erzieher im Anerkennungsjahr.
- Vorpraktikantinnen / Vorpraktikanten.
- Schuelerinnen / Schueler in der Ausbildung zur Kinderpflege.
- Schuelerpraktikantinnen / Schuelerpraktikanten.

Die Kindertageseinrichtung ist Praxisort fuer
- Diplom-Paedagogikstudenten der Universitaet Koeln.
Sie hospitieren zu den Themen Mathematik im Elementarbereich, Paedagogik der fruehen Kindheit und
Sprache.

Die Kita dient auch als Fortbildungsort fuer
- Leiterinnen und Teammitglieder aus verschiedenen Kitas.
- Abiturienten zum Thema Reggiopaedagogik
- Schuelerinnen / Schueler der paedagogischenFachschulen.
- Lehrerinnen / Lehrer der Grundschulen.
- Heilpaedagoginnen / Heilpaedagogen.
- Fachberaterinnen / Fachberater.
Sie hospitieren in unserer Kita, um die Umsetzung unseres paedagogischen Konzeptes und die
Qualitaetsmanagemententwicklung kennenzulernen.


Paedagogisches Konzept und Fortschreibungen:

2014

Kinder sind geborene Forscher, Entdecker und Konstrukteure. Sie sind neugierig,
wissensdurstig und begeisterungsfaehig.


Bei uns steht das Kind als forschendes Wesen im Mittelpunkt, das mit seiner Wissbegierde zum
Experimentieren, Entdecken und Gestalten angeregt werden will.
Es kann seine Empfindungen in hundert Sprachen zum Ausdruck bringen, z.B. mit Worten, Bildern,
Bauwerken, Tanz oder darstellendem Spiel.

Unsere paedagogische Arbeit beruht auf 3 Saeulen.

1. Der situationsorientierte Ansatz
Wir orientieren uns bei der Bestimmung von Lernbereichen und Lernzielen an der individuellen
Situation des Kindes unter Beruecksichtigung seines jetzigen und zukuenftigen Lebens.
Mittelpunkt und Ausgangspunkt unserer paedagogischen Arbeit ist grunsaetzlich das Kind mit
seinen Beduerfnissen, Interessen und Erfahrungen. Hierbei ist fuer uns die Einsicht massgeblich,
dass Kinder am intensivsten und nachhaltigsten durch gemachte Erfahrungen lernen, die auf
selbstaendigem und angeleitetem Handeln beruhen.

Erklaere mir und ich vergesse. Zeige mir, und ich erinnere. Lass es mich tun , und ich
verstehe.
(Konfuzius)

2.Teiloffene Arbeit
Im August 2013 haben wir 18 Zweijaehrige aufgenommen. Die Kleinen brauchen vertraute Personen,
Raeume, Materialien und Ablaeufe. Um dies fuer die Kinder sicherstellen zu koennen haben wir
wieder 3 Gruppen eingerichtet mit unterschiedlich gestalteten Bereichen und Funktionsraeumen.
Durch die Erzaehlung anderer Kinder, die Ansprache von Mitarbeiterinnen oder zur Verfuegung
stehendem Material werden die Kinder aufgefordert, unter verschiedenen Spielbereichen und
Moeglichkeiten zu waehlen, eigene Entscheidungen zu treffen oder Neues zu wagen, wie z.B. in die
anderen Gruppen zu gehen. Die Kinder gestalten so selbst aktiv und kreativ ihren Tagesablauf.

3. Reggio-Paedagogik
Reggiopaedagogik ist eine Paedagogik des Werdens, die sich in permanenter Interaktion zwischen
Erwachsenen, Kindern und deren sozialer und gegenstaendlicher Um- und Mitwelt entwickelt.
Reggiopaedagogik ist die Aufforderung, sich auf einen offenen Prozess einzulassen.
Wir geben den Kindern Zeit, Dinge zu erfassen, auszuprobieren, Fehler zu machen und sich zu
korrigieren.
Wir staunen und lernen mit den Kindern und sorgen dafuer, dass die Faehigkeit Fragen zu stellen
nicht verloren geht.
Wir ermutigen die Kinder ihre eigenen, vielfaeltigen Quellen sprudeln zu lassen. Unsere Aktivitaet
gilt stets dem kindlichen Selbst-Finden, Selbst-Erfahren und Selbst-Tun.

Alltagsintegrierte Sprachbildung
Ein wichtiger Aspekt unserer paedagogischen Arbeit ist die Sprachfoerderung. Es geht hier nicht
nur um die formale Sprachkompetenz, sondern darum, Kindern die Moeglichkeit zu bieten, ihr eigenes
Denken differenziert und effektiv ausdruecken zu lernen. Als Voraussetzung fuer diese Kompetenz
steht die Erstsprache im Zentrum der Entwicklung. Die Kinder erfahren, wie Sprache wirkt, was sie
bewirkt und welche Moeglichkeiten der zwischenmenschlichen Verstaendigung die Sprache ihnen
bietet.

Partizipation / Beschwerde
Die Kinder nutzen den Morgenkreis, Gespraechskreise, das Kinderparlament und das vertrauliche
Gespraech um in der Kita mitzuwirken und mitzubestimmen.
Sie lernen dabei
- anderen zuzuhoeren
- eigene Beduerfnisse zu aeussern
- Ideen und Wuensche konkret auszudruecken
- Konflikte konstruktiv zu bearbeiten
- Probleme wahrzunehmen und nach Loesungen zu suchen
- Mehrheitsbeschluesse zu akzeptieren
- Absprachen einzuhalten
- sich gegenseitig an Regeln und Absprachen zu erinnern
- die Entstehung von Projekten mitzutragen
- ihre Sprachfaehigkeit zu erweitern.
Die Eltern koennen uns ueber ihre Anliegen in persoenlichen Gespraechen, in Telefonaten, Mails,
Briefen oder ueber den Elternrat informieren.

Integration / Inklusion
Inklusion bedeutet, dass alle Menschen die gleichen Rechte haben und dass sie auch die gleichen
Chancen haben muessen. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie eine Behinderung haben oder nicht.
Denn Inklusion heisst: Es ist normal, dass alle Menschen unterschiedlich sind.
Unsere Aufgaben sind die Unterstuetzung, Foerderung und Qualifizierung der Kinder, Moeglichkeiten
zu schaffen, Kommunikation zu sichern, Arbeitsschritte in sinnvollen Abstaenden vorzunehmen,
Arbeitsformen auf die Kenntnisse und Beduerfnisse der Kinder abzustimmen, die Interessen aller
verschiedener Kinder zu beachten, bei Niederlagen zu troesten und hin zu win-win-Situationen
begleiten, vor allem sind die Kinder als Experten in eigener Sache zu respektieren.

Konzeptions-Entwicklung ab 1997

Februar bis Mai 1997:
Intensive Auseinandersetzung mit saemtlichen paedagogischen Konzepten.

Mai 1997:
Entschluss des Teams, Projekte situationsorientiert zu planen (Dr. Armin Krenz), Aspekte wie die
100 Sprachen der Kinder, das Erfahrungslernen und die Transparenz der Arbeit aus der
Reggio-Paedagogik (Loris Malaguzzi) zu uebernehmen sowie die bis dahin teiloffene Arbeit
weiter zu oeffnen (Axel Jan Wieland).

Mai 1997 bis Februar 1998:
Intensive Fortbildung in diesen Bereichen durch Besuch von Vortraegen, Workshops, Hospitationen
in offenen Einrichtungen, Lesen von Fachliteratur und vielen Diskussionen im Team. Nachdem fuer
uns alle Fragen geklaert waren, informierten wir die Eltern und bereiteten die Kinder auf den
Schritt in die ganz offene Arbeit vor.

Was bedeutet nun Offene Arbeit, wie wir sie praktizieren:
Das Team ist offen fuer neue paedagogische Wege und Erkenntnisse.

Wir sind offen von innen nach aussen:
Die Kinder lernen ihre Umwelt durch vielfaeltige Exkursionen kennen.

Wir sind offen von aussen nach innen:
Eltern und andere Kolleginnen hospitieren bei uns, einige Eltern bringen besondere Kenntnisse
mit ein und unterstuetzen somit unsere Arbeit; der Bereichs- und der Verkehrspolizist unterrichten
die Kinder zum Thema Verkehrssicherheit. Zauberer und Puppentheater gastieren bei uns;
Ordensschwestern, Senioren von St. Lucia und viele nette andere Menschen besuchen uns und
erweitern somit das Erfahrungsspektrum der Kinder.

Wir sind innerhalb des Hauses offen:
Es gibt keine Gruppenraeume mit Funktionsecken mehr, sondern grosse Raeume mit jeweils einem
bis zwei Funktionsbereichen (abgesehen vom Starternest).

Vorteile fuer die Kinder:
Bisher verbrachten 25 Kinder ihre Freispielzeit auf 67 qm; nun stehen 65-70 Kindern 350 qm zur
Verfuegung.

In einem Bauzimmer von 30 qm haben die Kinder sehr viel mehr Moeglichkeiten, kreativ zu werden
und zu kooperieren als auf einem Teppich von 4 qm.

Die Bereichsleiterin (=paedagogische Kraft) muss nicht mehr zur gleichen Zeit den Maltisch, den
Fruehstueckstisch, die Bau-, Lese- und Puppenecke beaufsichtigen, sondern kann sich in der
Freispielzeit auf einen bis zwei Bereiche konzentrieren, sofern alle Teammitglieder im Hause
sind. In den Bereichen beobachtet die paedagogische Kraft die Kinder, gibt Spielimpulse, fuehrt
Freispielangebote durch, begleitet die Ideen der Kinder, foerdert Freundschaften, loest gemeinsam
mit den Kindern Konflikte usw.

Es sind nicht mehr ruhige und laute Bereiche in einem Raum.

Im Atelier wird ruhig und konzentriert gestaltet, Kreativitaet und Feinmotorik werden gefoerdert.

In der Werkstatt entwickeln die Kinder eigene Ideen, die sie zuerst skizzieren und anschliessend
vom Zweidimensionalen in ein dreidimensionales Werk umsetzen. Die Kinder machen dort vielfaeltige
Erfahrungen und lernen den Wert des Fehlers kennen.

Im Bewegungsraum geht es laut und lebhaft zu, aber nicht weniger konzentriert, wenn eigene
Faehigkeiten und Grenzen an neuen Bewegungslandschaften erkannt werden. Grobmotorik und
ueberwindung von aengsten werden weiter entwickelt.

Auf Podesten puzzeln Kinder und spielen in kleinen Gruppen Regel- oder Wahrnehmungsspiele.
Konzentration, Ausdauer, Wahrnehmung und Regelverstaendnis werden gefoerdert.

Im Rollenspielzimmer wird eingekauft, sich verkleidet oder geheiratet. Dort geht es zur
Segelpartie oder zum Arzt u.v.m.. Die Kinder ueben sich in Aktivitaeten des taeglichen
Lebens und verarbeiten ihre Erlebnisse.

Im Kuschelbereich spielt leise Meditationsmusik; dort gibt es Massagebaelle, viele Kissen und
Kuscheltiere. Hier sollen die Kinder die Moeglichkeit haben, sich zu entspannen und auszuruhen.

Im Lesebereich gibt es Regale mit Buechern. Die Kinder koennen sich Buecher anschauen oder sie
sich vorlesen lassen. Das Vorstellungsvermoegen und die Sprache werden dabei gefoerdert.

Im Baubereich werden gigantisch hohe Tuerme, Kugelbahnen, Ritterburgen, Staedte mit Flughafen
und Eisenbahnen u.v.m. gebaut. Hier erfahren die Kinder physikalische Gesetze und, wie wichtig
Planung und genaue Umsetzung sind.

In den grossen Bereichen stehen runde Tische; hier treffen sich die Kinder zum Essen, Trinken
und Kloenen mit ihren Freunden sowie zum anschliessendem Aufraeumen. Die Kinder ueben sich in
hauswirtschaftlichen Taetigkeiten, achten auf Tischmanieren und entwickeln ihr Sozialverhalten
weiter.

Am Morgen treffen sich alle Kinder des offenen Bereiches und das paedagogische Personal zum
Morgenkreis im Bewegungsraum. Hier wird gemeinsam gesungen, getanzt oder Geburtstag gefeiert
und kleine Rollenspiele werden gespielt, dies ist die erste Sprachfoerdereinheit. Danach geht
es in die Raeume, um an den Angeboten zu den laufenden Projekten teilzunehmen.

In der Projektphase werden die Kinder in allen Bereichen ganzheitlich gefoerdert. Sie sind in
Stammgruppen mit je einer festen Bezugsperson - einer Erzieherin - eingeteilt. Unsere
Projekte orientieren sich an Situationen, Alltagserfahrungen, Erlebnissen und Fragen der
Kinder.


Sowohl in der Projektphase als auch im Freispiel gibt es Exkursionsangebote und die Moeglichkeit,
ins Aussengelaende zu gehen.
Die Kinder koennen in der Freispielphase ihre Bezugsperson unter den Teammitgliedern frei waehlen.

Im Kindergartenjahr 1999/2000
fuehrten wir eine Startergruppe ein.
Knapp 30 Neuaufnahmen fuehrten im Team zu der ueberlegung, dass sich so viele neue Kleine in
der Offenen Arbeit verloren fuehlen koennten.
In der Startergruppe lernen die Kinder den Kita-Alltag, 3 feste Bezugspersonen, 15-20 Kinder in
der Stammgruppe, Spielmaterialien, den Tagesablauf und die Regeln kennen.
In 2 Raeumen befinden sich alle Funktionsecken.
In dieser ueberschaubaren Umgebung mit festen Bezugspersonen findet die Eingewoehnung statt.

Die Kinder erleben eine liebevolle Betreuung, konsequente Erziehung und entwicklungsgerechte
Foerderung. Erste oeffnung ihrer Gruppe erleben die Kinder durch vereinzelte Besuche der
aelteren Kinder und gemeinsame Morgenkreise, ausserdem beim Spielen im Aussengelaende und bei
gemeinsamen Exkursionen sowie Festen.

Die Kinder signalisieren deutlich, wann sie sich sicher genug fuehlen, die ganze Einrichtung
zu erobern. Hilfen in diesem Prozess stellen die taeglichen Morgenkreise sowie die Moeglichkeit,
innerhalb einer Kleingruppe - in Begleitung der festen Bezugsperson - die grossen Aktionsraeume
im offenen Bereich aufzusuchen und dort Spielaktionen zu erleben, dar.

Im zweiten Schritt erfolgt das selbstaendige Aufsuchen der offenen Spielbereiche und das Erleben
von Sing- und Spielkreisen in unterschiedlichen Gruppierungen.
Es folgen mehr und mehr gemeinsame Aktionen.

Nach dieser Eingewoehnungsphase sind die Kinder in der Lage, sich auf 370 qm zu orientieren, sich
mit einem grossen Teil der Kinder auseinander zu setzen und sich aus 7 paedagogischen Kraeften
ihre liebste Bezugsperson auszuwaehlen.

Seit August 2006
besuchen auch Zweijaehrige unsere Einrichtung.
Um ihnen den noetigen Schonraum gewaehrleisten zu koennen, bleibt das Starternest das gesamte
Jahr ueber aufrechterhalten.
Die Raeume sind dem Alter und der Entwicklung von Zwei- bis Dreijaehrigen entsprechend
eingerichtet.

Seit August 2008
ist der Waschraum mit Wickeltisch und einer Waschrinne, in richtiger Hoehe und Groesse
ausgestattet.
Jedes Zwei- und Dreijaehrige Tagesstaettenkind hat sein eigenes, mit Namen gekennzeichnetes Bett.

Seit September 2000
fuehren wir jedes Jahr fuer die angehenden Schul- und Kannkinder die Psychomotorische
Foerderdiagnostik
nach der kleinen Hexe durch.

Seit 2004
fuehren wir die Diagnostik auch fuer alle Mittleren durch. Dies ermoeglicht uns das genaue
Aufzeigen der Entwicklung der Kinder in einem Jahr.

Seit 2002
haben wir die Kooperation mit den Senioren von St. Lucia erweitert.
Die Kinder treten nicht nur mit Taenzen und Liedern auf, sondern die Kinder und Senioren besuchen
sich gegenseitig, um die unterschiedlichen Lebenswelten mitzuerleben.

Seit Jahr 2002
findet spezielle Sprachfoerderung in unserer Kita statt.
Die Organisation unserer Einrichtung wird seit September 2002 durch die Einfuehrung
des Qualitaetsmanagements weiterentwickelt.

Seit August 2008
haben wir die Tagesstaettengruppen verdoppelt, es besuchen nun bis zu 45 Tagesstaettenkinder
unsere Kita. Dies war eine logische Folge nachdem wir 2007 unsere Oeffnungszeit auf 6:00-20:00
Uhr erweitert haben.

Ab August 2013 haben wir 18 U3-Kinder
wir werden ab August 2013 die Kinder in 2 Gruppen fuer 2 bis 5 Jaehrige und in 1 Gruppe fuer
5 bis 6 Jaehrige foerdern.
Die offene Arbeit wird sich veraendern. Wir werden dabei offen sein fuer die Beduerfnisse der
Kinder.

Fuer Eltern und andere Interessierte stellen wir unsere Arbeit in Dokumentationen, Bildern,
DVD-Filmen, an Elternabenden und auf unserer Homepage regelmaessig dar.

Die Konzeption wird regelmaessig ueberprueft und fortgeschrieben!
 
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Kita Regenbogen  -  50389 Wesseling  -  Bonner Straße 90  -  Leitung: Ursula Jürgens
Telefon: 02236/49270   -       Träger: Stadt Wesseling
Bereich: Kinder, Jugend und Familie - Ansprechpartner: 02236/701-304    Margarita Papasteriadi
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