Kita Regenbogen Konzeption


Konzeption

Zusammenfassung der Konzeption: (Die ausführliche Version unserer Konzeption können Sie in der Kita einsehen.)

Die Kita Regenbogen wurde 1997 für die Betreuung von Kindern mit 3 Gruppen, in der Bonner Straße 90 in Wesseling, eröffnet.

Unsere Kita ist eine Einrichtung in der Industriestadt Wesseling, mit ansässigen Chemiefirmen und Raffinerien.

Sie liegt zwischen Köln und Bonn am Rhein und hat eine gute Verkehrsanbindung. Zur S-Bahn sind es etwa 10 Gehminuten, eine Bushaltestelle liegt direkt vor unserer Tür. Zur Stadt Wesseling gehören Berzdorf, Urfeld, Keldenich und Wesseling selbst.

Die Nähe zum Stadtkern mit Rathaus, Kirche, Bücherei, Jugendzentrum, vielen Geschäften, Krankenhaus, Polizei und Feuerwehr ermöglichen uns viele Exkursionen. Unsere Nachbarschaft ist geprägt durch Ein- und Mehrfamilienhäuser. Fußläufig etwa 200m entfernt liegt der Rhein mit seinem Rheinpark und Spielplätzen. Auch das Naherholungsgebiet „Entenfang“ ist durch die gute Anbindung schnell für uns erreichbar.

 

Pädagogischer Ansatz

In unserer KiTa arbeiten wir nach dem Situationsorientierten Ansatz. Der „situationsorientierte Ansatz“ wurde in den 1980er Jahren am „Institut für angewandte Psychologie und Pädagogik in Kiel“ von Dr. phil. Armin Krenz entwickelt und ist sowohl in Deutschland als auch in Europa ein hoch angesehener elementarpädagogischer Ansatz. Er geht davon aus, dass die aktuellen Ausdrucksformen der Kinder (Spielverhalten, Verhalten, Malen, Sprechen, Bewegung und Träume) aus zurückliegenden Ereignissen, Erfahrungen und Eindrücken resultiert. Er vertritt eine ganzheitliche Pädagogik und stellt das Kind und seine individuelle Lebenssituation und die damit verbundenen Themen des Kindes in den Mittelpunkt. Spiel- und Lernangebote beziehen sich auf die unmittelbare Lebenssituation und knüpfen an den Lernerfahrungen der Kinder an. Aktuelle Themen mehrerer Kinder werden von den pädagogischen Fachkräften zu Projekten aufgearbeitet. Als pädagogische Fach-/ und Ergänzungskräfte sehen wir uns in der Rolle von Begleitern, Lernpartnern und Dialogpartnern, wir beobachten die Kinder, setzen Impulse und unterstützen ihre Aktivitäten.

Mittelpunkt und Ausgangspunkt unserer pädagogischen Arbeit ist grundsätzlich das Kind mit seinen Bedürfnissen, Interessen und Erfahrungen.

Hierbei ist für uns die Einsicht maßgeblich, dass Kinder am intensivsten und nachhaltigsten durch gemachte Erfahrungen lernen, die auf selbständigem und angeleitetem Handeln beruhen.

Kinder entwickeln emotional-soziale Kompetenzen am besten, indem sie individuelle Erlebnisse und Erfahrungen verarbeiten und verstehen. Indem das Kind sich mit seiner aktuellen Lebenssituation beschäftigt, kommt es seelisch ins Gleichgewicht. Danach kann es sich neuen Herausforderungen stellen. Der Situationsorientierte Ansatz nimmt Kinder und ihr Recht auf Selbstbestimmung und Partizipation ernst.

 

„Kinder sind geborene Forscher,

Entdecker und Konstrukteure.

Sie sind neugierig,

wissensdurstig und

begeisterungsfähig.“

 

 In unserer pädagogischen Arbeit steht das Kind als forschendes Wesen im Mittelpunkt, welches mit seiner Wissbegierde zum Experimentieren, Entdecken und Gestalten angeregt werden möchte. Wir nehmen Kinder als Akteure ihrer eigenen Entwicklung ernst und wollen den Kindern Raum geben sich zu entfalten. Jedes Kind ist individuell und hat das Recht seine Umwelt in seinem eigenen Tempo zu entdecken.

Unsere Aufgabe ist es, ihnen die nötige Unterstützung und Begleitung zur Verfügung zu stellen. Daher sehen wir uns im gesamten Tagesablauf als Beobachter, Begleiter, Unterstützer und Impulsgeber der Kinder. Wir setzen Vertrauen in ihr selbstständiges Handeln.

Kinder sind von Natur aus neugierig und wissbegierig. Wenn es uns gelingt, diese Fähigkeit zu erhalten und auszubauen, bieten wir ihnen damit die beste Grundlage für ihren weiteren Bildungsweg. Die Fähigkeit zum eigenständigen Lernen ist die beste Voraussetzung für ein lebenslanges Lernen.

 

Eingewöhnung und Beziehungsgestaltung

Der Eintritt in den Kindergarten ist ein großer Schritt für Ihr Kind und Sie als Familie. Das Gelingen dieses Übergangs ist von Bedeutung dafür, ob das Kind sich im Kindergarten wohlfühlt. Im Mittelpunkt steht das Kind. Aus der Bindungstheorie wissen wir, dass eine sichere Bindung der beste Schutz gegen Stress-Situationen ist. Trennung und Verlust bedeuten für das junge Kind eine hohe Belastung.

Sie sind eine enorme Herausforderung an seine bis zu diesem Zeitpunkt erworbenen Fähigkeiten im Hinblick auf Autonomie, Selbstregulierung und auf seine sozialen Fähigkeiten.

Das einfühlsame Eingehen der Eltern und der Fachkräfte auf die Gedanken und Gefühle des Kindes ermöglicht ihm, Selbstwirksamkeit für die neuen Lebensumstände in der Kita zu entwickeln. Die Erfahrung, selbstwirksam zu sein, stärkt das Selbstvertrauen des Kindes und seine Fähigkeit, den Übergang positiv zu gestalten.

Die Eingewöhnung findet in Phasen statt

 Die zukünftigen Kita-Kinder werden mit ihren Eltern zum Kennen lernen eingeladen. Die Räumlichkeiten und Materialien stehen dann zur Verfügung und Kinder wie auch Eltern können sich mit den Gegebenheiten vertraut machen und Fragen stellen. So können jeweilige Vorgehensweisen abgesprochen werden.

Eine entsprechende Info-Veranstaltung für die Eltern wird ebenfalls vor KiTaeintritt angeboten.

Die Eingewöhnungszeiten können in den ersten Tagen am Vor – und Nachmittag stattfinden. Nur so können wir uns ausreichend Zeit für jedes einzelne Kind nehmen. Die Bezugspädagogin spricht den Starttag und die Uhrzeit rechtzeitig mit Ihnen ab. Die Eingewöhnung dauert ca. 14 Tage, wenn Ihr Kind den Kontakt zur Bezugspädagogin zulässt und sich von Ihnen löst. Wenn das Kind sich kaum von Ihnen lösen möchte, dauert die Eingewöhnung vermutlich länger als 14 Tage.

Der 1. Tag der Eingewöhnung

Sie kommen mit Ihrem Kind für etwa 45-60 Minuten in die Gruppe. Ihr Kind lernt die Bezugspädagogin und die Gruppe kennen. Sie sind „stille/r BeobachterIn und sicherer Hafen“ für Ihr Kind und verhalten sich passiv. Die Pädagogin erfährt Wichtiges (Spiel- und Schlafverhalten uä.) von Ihrem Kind, ist mit Ihnen im Austausch.

 2-3. Tag, Dauer ca. 45-90 Minuten:

Ihr Kind sieht die Bezugspädagogin wieder, die auf das Spiel vom Vortag eingehen kann. Sie sind stille/r BeobachterIn. Bitte bieten Sie sich nicht als Spielpartner an, auch nicht für andere Kinder.

 Tag, 1. Trennungsversuch:

Die erste Trennung findet nicht an einem Montag statt. Nachdem Sie gemeinsam mit Ihrem Kind die Gruppe betreten haben, kommen Sie in Ruhe an und verabschieden sich dann zügig und deutlich von Ihrem Kind und der Bezugspädagogin für ca. 15 Minuten. Sie bleiben im Wartebereich der Kita. Nach 15 Minuten kommen Sie zurück in die Gruppe. Spielt Ihr Kind, kann die Zeit am nächsten Tag ausgedehnt werden.

Fällt Ihrem Kind die Trennung schwer, werden Sie zurück in die Gruppe geholt. Die Bezugspädagogin übergibt Ihnen Ihr Kind und gemeinsam versuchen Sie die Eingewöhnung positiv zu beenden. Die nächsten 2 Tage findet keine weitere Trennung statt. Anschließend wird wieder mit einer kurzen Trennung begonnen und diese bleibt nun auch bestehen, bzw. wird ausgedehnt sobald Ihr Kind Vertrauen gefasst hat.

2. Trennungsversuch:

Konnte sich Ihr Kind am Vortag gut von Ihnen lösen, bringen Sie es in die Gruppe und verabschieden sich wieder von ihm und verlassen den Raum. In Absprache mit der Bezugspädagogin bleibt Ihr Kind nun etwas länger. (lernt Frühstück, ggf. Mittag kennen). Sie bleiben in der KiTa.

Stabilisierungsphase:

Fühlt sich Ihr Kind wohl, wird die Zeit an den nächsten Tagen, in Absprache mit der Bezugspädagogin, weiter ausgedehnt. Nun lernt Ihr Kind mehr und mehr Tagesabläufe (Schlafen/ Ruhen, Snackrunde) kennen.

Dies sind alles Richtwerte. Jeder Tag ist neu für Ihr Kind, daher kann die Eingewöhnung bei jedem Kind anders verlaufen.